Inzwischen haben wir bereits den dritten Tag des neuen Jahres. Zeit also, den Winterschlaf zu beenden und euch auch hier noch mal ein gutes neues Jahr zu wünschen. In den ersten Kurzmeldungen 2020 von meiner Seite sprechen wir über TikTok, 20 Millionen Bäume durch eine YouTube-Challenge, das Ende der Steuerschlupflöcher für Google und weitere Sicherheitsbedenken zum intelligenten Zuhause.
TikTok veröffentlich Transparenzbericht
Auch, wenn das soziale Netzwerk TikTok sich hierzulande größter Beliebtheit erfreut, bleiben für viele nach wie vor Bedenken, da hinter dem Auftritt die chinesische Firma Byte Dance steht. Das ging in den letzten Wochen sogar so weit, dass amerikanischen Soldaten die Nutzung des Dienstes untersagt wurde. Jetzt möchte der Konzern einige Zweifel ausräumen und veröffentlicht seinen allerersten Transparenzbericht.
Wie The Verge berichtet, fasst dieser staatliche Anfragen zur Löschung von Inhalten und zur Herausgabe von Nutzerdaten zusammen. Demnach hat die chinesische Regierung im betrachteten Zeitraum keinerlei Anfragen hierzu an Byte Dance gestellt. Anders sieht es in Ländern, wie den Vereinigten Staaten und Indien aus: Hier klingelte 85 beziehungsweise 118 Mal das Telefon in China. Grund ist wohl auch, dass TikTok im Heimatland gar nicht zur Verfügung steht.
20 Millionen Bäume durch YouTube-Challenge
Auch im Jahr 2020 wird uns der Klimawandel im Alltag begleiten. Besondere mediale Aufmerksamkeit erhalten hierzu aktuell die Waldbrände in Australien, die die Bevölkerung seit Monaten in Atem halten. Für die Wiederaufforstung von Flächen sorgt nun die YouTube-Spendenkampagne „TeamTrees“, wie engadget in einem Bericht schreibt.
Ausgerufen haben diese bekannte YouTuber, wie Mr. Beast und der NASA-Wissenschaftler Mark Rober. Ursprüngliches Ziel war es, mit 20 Millionen Dollar die gleiche Menge an Bäumen zu pflanzen. Dieses wurde gerade einmal nach einer Woche erreicht, wozu Dutzende Nutzer und auch TESLA-CEO Elon Musk (er spendete 1 Millionen Dollar) beitrugen. Die Bäume sollen bis Ende 2022 gepflanzt werden.
Google beendet fragwürdige Steuerpraktiken
YouTubes Mutterkonzern Google hat derweil mit anderen Themen zu tun. Wenn wir über die Besteuerung von Digitalunternehmen sprechen, dann kommt vielen von uns die Nutzung von Schlupflöchern durch diese in den Sinn. Der Suchmaschinengigant beendet nach zunehmenden Druck jetzt fragwürdige Steuerpraktiken, die dem Konzern hohe Erträge einbrachten.
The Verge schreibt, dass die beiden Taktiken „Double Irish“ und „Dutch Sandwich“ nicht mehr ausgeführt werden. Dabei handelt es sich um einen ganz schön einfallsreichen Trick. Einnahmen werden von der irischen Geschäftsstelle zu einer dänischen Holding verschoben und im Anschluss an eine irische Mantelgesellschaft weitergeleitet, die ihren Sitz auf Bermuda hat. Der Vorteil: Hier gibt es keine Besteuerung auf Unternehmenseinnahmen.
Sicherheitsbedenken beim Smart Home
Neues Jahr – neue Sicherheitslücken. Dass wir auch dieses Jahr einige Cyberangriffe erleben dürften, ist glaube ich jedem inzwischen klar. Mehrere Experten warnen davor, dass hier das Smart Home in den Vordergrund rücken könnte. Wie Digital Trends schreibt, ist vor allem der Hersteller Wyze betroffen.
Ursache ist, dass hier sehr schwache Sicherheitsmechanismen implementiert werden. Ende Dezember gelangten so Informationen von 2,4 Millionen Nutzern (inkl. E-Mail, Liste der genutzten Kameras, Onlinestatus etc.) an die Öffentlichkeit. Wenn die Hersteller ihre Geräte nicht besser absichern, könnten in Zukunft noch weit sensiblere Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.
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