ChatGPT ist mittlerweile fast jedem ein Begriff. Dahinter steht das KI-Unternehmen OpenAI. Es wurde 2015 von einer Gruppe IT-Experten um Entwickler Sam Altman gegründet – allerdings haben viele den Konzern mittlerweile verlassen. Wir verraten dir, was die Gründer von OpenAI heute machen.
OpenAI startete 2015 in San Francisco als Non-Profit-Organisation zur Erforschung Künstlicher Intelligenz. Das Unternehmen hat KI-Tools wie ChatGPT und Dall-E entwickelt. Das Ergebnis: Ein gigantischer Hype rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Denn mittlerweile nutzen Berichten zufolge über 200 Millionen Nutzer monatlich ChatGPT.
Gegründet wurde OpenAI von einer Gruppe von elf Tech-Experten. Die Idee war es, KI der gesamten Menschheit zugänglich zu machen. Dafür investierten die Gründer eine stolze Summe Geld in ihre Vision – den Großteil aus eigenen Tasche. Das Unternehmen startete mit einem Kapital von einer Milliarde US-Dollar.
Die Gründer von OpenAI: Wie alles begann
Zu den bekanntesten Gründern von OpenAI gehören Sam Altman, Elon Musk, Greg Brockman, Ilya Sutskever, Wojciech Zaremba und John Schulman. Doch auch Trevor Blackwell, Vicki Cheung, Andrej Karpathy, Durk Kingma und Pemala Vagata gehören zu der Gruppe.
Andere Silicon-Valley-Größen wie LinkedIn-Mitbegründer Reid Hoffmann, PayPal-Co-Gründer Peter Thiel oder Microsoft traten als Investoren in Erscheinung. Seit 2019 sind die NGO-Zeiten des Unternehmens jedoch mehr oder weniger vorbei. Denn Sam Altman will OpenAI in ein gewinnorientiertes Unternehmen umwandeln.
In den ersten Jahren konzentrierte sich die Verantwortlichen auf die Grundlagenforschung. Damals veröffentlichte die Gruppe ihre Erkenntnisse noch frei zugänglich. Die Gründung der Tochtergesellschaft OpenAI Global, LLC markierte später den Wandel von der rein gemeinnützigen Organisation zu einem kommerziellen Unternehmen. Die Umwandlung befindet sich derzeit allerdings in einem Übergangsprozess (Stand: 3. April 2025).
Was machen die Gründer von OpenAI heute?
Sam Altman
Sam Altman ist seit 2019 CEO von OpenAI. Er führt die Kommerzialisierung des Unternehmens voran. Im Jahr 2023 kam es zu einer kurzen Unterbrechung seiner „Regentschaft“. Damals wurde er vom Verwaltungsrat entlassen und stand kurz vor einem Wechsel zu Microsoft. Das Ganze hielt allerdings nur knappe zwei Wochen. Denn nach einigen chaotischen Tagen kehret der ChatGPT-Chef wieder auf seinen Chefsessel zurück. Seitdem ist Microsoft nicht nur Großinvestor von OpenAI, sondern hat auch einen Sitz im Aufsichtsgremium – allerdings ohne Stimmrecht.
Elon Musk
Elon Musk hat sich bereits 2018 aus dem operativen Geschäft von OpenAI zurückgezogen und konzentriert sich seither auf seine anderen Unternehmen. Außerdem mischt in der US-Politik mit. Allerdings ist Musk weiterhin mit OpenAI verbunden: Im November 2024 beantragte er eine einstweilige Verfügung, um die Umwandlung in ein gewinnorientiertes Unternehmen zu stoppen. Seiner Ansicht nach widerspricht der Prozess der ursprünglichen gemeinnützigen Mission. Im Februar 2025 wollte der Tesla und SpaceX-Chef OpenAI gemeinsam mit einem Investoren-Konsortium übernehmen. Das Angebot: 97,4 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen lehnte jedoch ab. Elon Musk und Sam Altman gelten mittlerweile als Erzfeinde.
Greg Brockman
Greg Brockman ist einer der Vorsitzenden von OpenAI. Als Sam Altman entlassen wurde, ging er aus Solidarität mit ihm. Brockman folgte ihm bei seiner Rückkehr erneut. Im Sommer 2024 verkündete der Mitbegründer auf X, dass er ein Sabbatical machen würde. Es sei das erste Mal seit der Gründung des Unternehmens, dass er sich entspannen könne. Allerdings sei die Mission noch lange nicht abgeschlossen, erklärte er in seinem Post. Mittlerweile ist Greg Brockman nach seiner Auszeit wieder für OpenAI tätig.
Wojciech Zaremba
Wojciech Zaremba ist weiterhin bei OpenAI tätig. Er ist für Sprache und Codegenerierung zuständig. Zaremba entwickelte die Grundlage für ChatGPT. Außerdem sitzt Zaremba im Beirat von Growbots, einem Start-up aus dem Silicon Valley, das sich mit der Automatisierung von Verkaufsprozessen durch maschinelles Lernen und KI befasst.
Ilya Sutskever
Ilya Sutskever kam als Experte für maschinelles Lernen von Google zum Gründerteam von OpenAI. Er verließ das Unternehmen im Jahr 2024. Berichten zufolge war er unzufrieden damit, wie OpenAI mit dem Thema Sicherheit umgeht. Mittlerweile hat er erneut ein Unternehmen gegründet. Seine Firma Safe Superintelligence konzentriert sich auf die Entwicklung einer ungefährlichen und hochentwickelten KI.
John Schulman
John Schulman hat Open AI mittlerweile verlassen. Zuvor war er für einige Schlüsselinnovationen verantwortlich, die ChatGPT zum Durchbruch verhalfen. Im August 2024 wechselte er zum Konkurrenz-Unternehmen Anthropic, um sich nach eigenen Angaben mehr dem Thema Sicherheit und der Ausrichtung auf menschliche Werte zu widmen. Mittlerweile hat Schulman jedoch Anthropic den Rücken gekehrt. Dem Vernehmen nach will er zum neuen KI-Start-up der ehemaligen OpenAI-CTO Mira Murati wechseln.
Trevor Blackwell
Trevor Blackwell ist für seine Arbeit an humanoiden Robotern und als Partner bei Y-Combinator bekannt. Dort lernte er Sam Altman kennen. Er arbeitet als einer der Gründungsforscher bis 2017 bei OpenAI. Mittlerweile konzentriert er sich auf die Förderung von Start-ups sowie seine Arbeit an Robotikprojekten.
Vicki Cheung
Vicki Cheung war eine der ersten Ingenieurinnen bei OpenAI und leitete die Infrastrukturentwicklung. Später wechselte sie zum Fahrdienst-Vermittler Lyft. Seit 2020 ist sie außerdem Mitgründerin und CTO von Gantry. Das Unternehmen hat sich auf KI-Infrastruktur spezialisiert.
Andrej Karpathy
Andrej Karpathy arbeitete nach seiner Zeit bei OpenAI als Leiter des Computer-Vision-Teams bei Tesla, das sich um die Entwicklung des Autopilot-Systems kümmerte. Er kehrte noch einmal zu OpenAI zurück, verließ das Unternehmen allerdings im 2024 erneut, um persönliche Forschungsprojekte zu verfolgen.
Durk Kingma
Durk Kingma ist für seine Beiträge zur maschinellen Lernforschung bekannt. Auch er hat OpenAI mittlerweile verlassen. Ende 2024 fing Kinga bei Anthropic an und ist dort an der Forschung zur Entwicklung von verantwortungsvoller und sicherer transformativer KI beteiligt.
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