ein Gedankenspiel aus dem Tierreich:
– A-Affe greift zum Stock und spielt damit herum
– B-Affe sieht das, schnappt sich Stock und haut auf einen Baum
– C-Affe sieht das, schnappt sich Stock und haut auf Liane, die runterfällt
– D-Affe sieht das, schnappt sich Stock und wift ihn auf Bananen, die runterfallen
– alle Affen werfen Stöcke, klettern nicht mehr auf Bäume und werden von Jaguar gefressen
Manchmal hat imitierendes Verhalten was Gutes, manchmal aber auch nicht
In der realen Welt sieht das wohl anders aus, wenn Gott den Affen das Copyright geschenkt hätte:
– A-Affe greift zum Stock und spielt damit herum
– B-Affe sieht das, schnappt sich Stock und haut auf einen Baum
– A-Affe haut B-Affe auf die Finger, nur er darf das
– C-Affe sieht das, schnappt sich Stock und haut auf Liane, die runterfällt
– A-Affe und B-Affe haut C-Affe auf die Finger
– D-Affe sieht das, schnappt sich Stock und wift ihn auf Bananen, die runterfallen
– A-Affe, B-Affe und C-Affe haut D-Affe auf die Finger
– alle Affen prügeln sich, bis nur noch einer übrigbleibt. Der stirbt aber aus, weil er sich nicht mehr vermehren kann. Und kein Affe hat Innovation als einen unendlichen, iterativen Kopierprozess mit leichten Abweichungen vom Original verstanden, der unabdingbar ist, aus altbekannten Dingen Neues zu erschaffen. Affen halt.
Und was soll die Parabel? Man lese Techcrunchs Beitrag über die CopyCat-Story Verwandt.de vs. Geni.com. Ja doch, CopyCats sind langweilig. Aber, wenn man nur noch so denken würde, dass imitieren verboten ist und was Böses sei, würden wir auf dem Planet der Affen leben, nicht die Affen auf unserem Planeten (was besser gewesen wäre, werden Katzen-Historiker klären).